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Links zum Thema Umweltflüchtlinge Zwischenstaatlichen Ausschusses für
Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) und Umweltflüchtlinge Themas: -
Umweltflüchtlinge – Zwei Beiträge (English) |
Umweltflüchtlinge , environmental refugees
, Экологические беженцы , réfugiés environnementaux ,
refugiados medioambientales , refugiados ambientais. milieuvluchtelingen,
rifugiati ambientali
Living Space for
Environmental Refugees Immer öfter lesen wir, dass Menschen mit ernsten
Problemen konfrontiert werden, weil das Umfeld, in dem sie leben durch
natürliche und/oder von Menschen verursachte Katastrophen vernichtet wird.
Wir sehen Menschen auf Dächern oder in Baumkronen, die versuchen, einer
Überschwemmung zu entkommen, Menschen, die von Erdrutschen verschüttet worden
sind, Menschen, die durch eine Nuklearkatastrophe für den Rest ihres Lebens
verstümmelt wurden. Die Anzahl der Ereignisse, in denen Menschen als Folge
von Umweltproblemen flüchten müssen, nimmt erschreckend schnell zu. Der
Vorsitzende des World Water Council, Serageldin, sagte bereits 1999, dass
mehr Menschen wegen Umweltkatastrophen flüchten müssen, als auf Grund von
Kriegshandlungen. Er schätzte die Zahl der Umweltflüchtlinge auf 25 Millionen
und sah voraus, dass im Jahr 2005 diese Anzahl auf das Vierfache steigen
werde. (Tageszeitung „Trouw“, 30. November 1999) Trotz dieser großen Anzahl Flüchtlinge, gibt es bisher
keine Instanz, die sich mit struktureller Hilfe ausdrücklich diesen
Flüchtlingen widmet. Diese Art Flüchtlinge definieren wir als
Umweltflüchtlinge. Wer sind “wir”? Wir sind die Vertreter einer
Organisation die sich LiSER nennt – einer Organisation, die sich die
Anerkennung der Umweltflüchtlinge als solche zum Ziel gesetzt hat. In dieser
Broschüre wollen wir erklären, was unserer Auffassung nach Umweltflüchtlinge
sind, und warum gerade sie mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Living Space for
Environmental Refugees “Der Begriff ‘Beeinträchtigung der Lebensqualität’
beinhaltet dabei die physikalische, chemische und/oder biologische Veränderung
des Ökosystems, die dieses zeitweise oder dauerhaft für menschliche Bewohnung
ungeeignet macht." (Environmental
Refugees, UNEP, 1985, Nied.
Übersetzung) - Nach Wöhlke (1992) sind
Umweltflüchtlinge jene
Personen, die ihr angestammtes Milieu verlassen, weil ihr Leben aufgrund von
natürlichen un anthropogenen- das heisst durch
menslichene Aktivitäten verursachte-
Umweltschäden sowie aufgrund
von ökologischer Überbelastung durch Übervölkerung erheblich
beeinträchtigt oder gefährdet wurde (Manfred Wöhlcke, Umweltflüchtlinge, Verlag
C.H.Beck München, 1992, Seite
13). Ursachen
Es gibt die verschiedensten Ursachen für eine
Beeinträchtigung der Lebensqualität in einem bestimmten Umfeld. Da gibt es
Katastrophen, die eine ausschließlich natürlich Ursache habe, wie z.B.
Wirbelstürme, Zyklone, Vulkanausbrüche, oder Erdbeben. Andere
Umweltverschlechterungen sind deutlich die Folge menschlicher Handlungen, wie
die Vernichtung der Urwälder, der Bau von Staudämmen, Nuklearkatastrophen,
Umweltvergiftung und (biologische) Kriegsführung. Eine Katastrophe kann aber auch durch eine Kombination
von natürlichen und menschlichen Einflüssen sein, wie z.B. Überschwemmungen,
oder anhaltende Trockenheit als Folge von Klimaveränderungen. Bei einigen Katastrophen, wie z.B. Überschwemmungen,
können die Menschen nach einiger Zeit wieder in ihr Wohngebiet zurückkehren
und kann mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Aber leider ist es oft so,
dass dann die nächste Überschwemmung schon vorausgesehen werden kann. Es gibt auch Katastrophen, die es den Menschen nicht
erlauben, überhaupt wieder zurückzukehren, wie z.B. der Bau von Staudämmen.
Oder aber die Menschen können zwar zurückkehren, haben dort aber, z.B. bei
anhaltender Dürre, keine Zukunft mehr. Die Umweltflüchtlinge leiden aber
nicht nur an der Perspektivlosigkeit ihrer Lage, sondern auch an einem Mangel
an rechtlicher Anerkennung. Die internationale
Gesetzgebung, die sich mit Flüchtlingen befasst, ist fünfzig Jahre alt und
wurde seinerzeit hauptsächlich für die große Anzahl Vertriebener aus dem
Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen. So wird in der Genfer Flüchtlingskonvention eine
Definition des Begriffs ‘Flüchtling’ gegeben. Nur Menschen, die wegen einer
begründeten Furcht vor Verfolgung auf Grund von Rasse, Religion, politischer
Überzeugung, oder der Zugehörigkeit zu einem bestimmten sozialen Gruppe
flüchten, kommen für den Flüchtlingsstatus in Betracht und damit für die
Rechte, die dieser Status beinhaltet. Wichtige Vorbedingungen dafür sind,
dass sich die Menschen außerhalb ihres eigenen Landes befinden und dass sie
in ihrem Land nicht geschützt werden. Im Jahr 2002 flüchten Menschen auch aus anderen
Gründen, nicht nur vor Krieg und Gewalt. Die internationale Gesetzgebung
erkennt diese anderen Gründe (noch) nicht an. Dies hat zur Folge, dass
Umweltflüchtlinge oft nicht mit materieller oder rechtlicher Hilfe rechnen
können. Die Stiftung Liser
wurde 2002 gegründet, weil es – trotz der großen Anzahl Umweltflüchtlinge –
keine Instanz gibt, die sich ausdrücklich mit dieser Gruppe Flüchtlinge
befasst. Umweltflüchtlinge sind nicht als solche anerkannt und in der
breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt. Die Gründe dafür sind - unter anderen
- dass die Ursachen für eine Beeinträchtigung der Lebensqualität sehr
verschieden sind, wie auch die Dauer der Flucht und die Nöte, denen die
Flüchtlinge ausgesetzt sind, verschieden sein können. Darüber hinaus kann es
vorkommen, dass die Ursacheneinwirkung und die Folgen einer Umweltkatastrophe
zeitlich und auch räumlich weit auseinander liegen können. In vielen Fällen
ist eine deutliche Ursache oder ein Verursacher nicht festzustellen. Liser
wurde von Menschen gegründet, die in Flüchtlings-, Umwelt-, Menschenrechts-
und Entwicklungsorganisationen aktiv sind. Sie würden sich wünschen, dass all
diese Organisationen sich auch für die Umweltflüchtlinge einsetzen und sich
nicht nur auf ihr ursprüngliches Arbeitsgebiet beschränken. LiSER möchte die Position der Umweltflüchtlinge
verstärken, sowohl auf rechtlichem Gebiet, als auch in Bezug auf ihre
materielle Situation. LiSER richtet sich an erster Stelle an die
Umweltflüchtlinge, die selbst keine Mittel oder Möglichkeiten haben, sich
eine neue Existenz aufzubauen. Kurzfristig haben wir uns die folgenden Ziele gesetzt: · Die Problematik der Umweltflüchtlinge analysieren: wer sind sie, um wie
viel Menschen geht es, was sind ihre Bedürfnisse, usw. · Die Verstärkung der rechtlichen Lage der Umweltflüchtlinge weltweit. · Das Thema Umweltflüchtlinge bei humanitären, Menschenrechts-, Umwelt- und
Entwicklungsorganisationen bewusst machen. WüNSCHEN SIE MEHR INFORMATIONEN? Haben Sie Interesse und wollen Sie mehr über
Umweltflüchtlinge und über LiSER wissen? Bitte, setzen Sie sich in Verbindung mit: Antoniestraat 19 2011 CN Haarlem Niederlände T/F.
+31 (0)23-5332892. E-Mail:
info@liser.org Konto
Postbank (Niederlande): 9321158
(Stichting Living Space) Industrie- und Handelskammer Eintragung Nr. 34174170 Last updated: 3 Aril 2007 |
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