Umweltflüchtlinge

Definition

Ursachen


Zwischen den Stühlen

Internationale Gesetzgebung

Stiftung LiSER

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Bibliographie

 

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Kontakt

 

 

 

Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) und Umweltflüchtlinge

(6 April 2007)

 

 

Themas:

 

- Umweltflüchtlinge – Zwei Beiträge

 

- Umwelt-flüchtlinge und

Grosse Staudämme

 

Guiding

Principles on

Internal Displacement

(English)

 

 

 

 

                                                                     

Umweltflüchtlinge , environmental refugees , Экологические беженцы , réfugiés environnementaux , refugiados medioambientales , refugiados ambientais. milieuvluchtelingen, rifugiati ambientali

 

Living  Space  for   Environmental  Refugees

 

 
Umweltflüchtlinge

Immer öfter lesen wir, dass Menschen mit ernsten Problemen konfrontiert werden, weil das Umfeld, in dem sie leben durch natürliche und/oder von Menschen verursachte Katastrophen vernichtet wird. Wir sehen Menschen auf Dächern oder in Baumkronen, die versuchen, einer Überschwemmung zu entkommen, Menschen, die von Erdrutschen verschüttet worden sind, Menschen, die durch eine Nuklearkatastrophe für den Rest ihres Lebens verstümmelt wurden.

Die Anzahl der Ereignisse, in denen Menschen als Folge von Umweltproblemen flüchten müssen, nimmt erschreckend schnell zu. Der Vorsitzende des World Water Council, Serageldin, sagte bereits 1999, dass mehr Menschen wegen Umweltkatastrophen flüchten müssen, als auf Grund von Kriegshandlungen. Er schätzte die Zahl der Umweltflüchtlinge auf 25 Millionen und sah voraus, dass im Jahr 2005 diese Anzahl auf das Vierfache steigen werde. (Tageszeitung „Trouw“, 30. November 1999)

 

Trotz dieser großen Anzahl Flüchtlinge, gibt es bisher keine Instanz, die sich mit struktureller Hilfe ausdrücklich diesen Flüchtlingen widmet. Diese Art Flüchtlinge definieren wir als Umweltflüchtlinge.

 

Wer sind “wir”? Wir sind die Vertreter einer Organisation die sich LiSER nennt – einer Organisation, die sich die Anerkennung der Umweltflüchtlinge als solche zum Ziel gesetzt hat. In dieser Broschüre wollen wir erklären, was unserer Auffassung nach Umweltflüchtlinge sind, und warum gerade sie mehr Aufmerksamkeit verdienen.

 

DEFINITION

Living  Space  for   Environmental  Refugees

 

 
Die UNEP, das Umweltbüro der Vereinten Nationen, definiert Umweltflüchtlinge so: "Umweltflüchtlinge sind Menschen, die gezwungen wurden, ihre traditionelle Umgebung vorübergehend oder dauerhaft zu verlassen, da Umweltschäden (seien diese natürlicher Art oder durch den Menschen ausgelöst) ihre Existenz in Gefahr brachten und/oder ihre Lebensqualität schwerwiegend beeinträchtigten."

“Der Begriff ‘Beeinträchtigung der Lebensqualität’ beinhaltet dabei die physikalische, chemische und/oder biologische Veränderung des Ökosystems, die dieses zeitweise oder dauerhaft für menschliche Bewohnung ungeeignet macht." (Environmental Refugees, UNEP, 1985, Nied. Übersetzung)

 

- Nach Wöhlke (1992) sind Umweltflüchtlinge jene Personen, die ihr angestammtes Milieu verlassen, weil ihr Leben aufgrund von natürlichen un anthropogenen- das heisst durch menslichene Aktivitäten verursachte- Umweltschäden sowie aufgrund von ökologischer Überbelastung durch Übervölkerung erheblich beeinträchtigt oder gefährdet wurde (Manfred Wöhlcke, Umweltflüchtlinge, Verlag C.H.Beck München, 1992, Seite 13).

 

Ursachen

Es gibt die verschiedensten Ursachen für eine Beeinträchtigung der Lebensqualität in einem bestimmten Umfeld. Da gibt es Katastrophen, die eine ausschließlich natürlich Ursache habe, wie z.B. Wirbelstürme, Zyklone, Vulkanausbrüche, oder Erdbeben. Andere Umweltverschlechterungen sind deutlich die Folge menschlicher Handlungen, wie die Vernichtung der Urwälder, der Bau von Staudämmen, Nuklearkatastrophen, Umweltvergiftung und (biologische) Kriegsführung.

Eine Katastrophe kann aber auch durch eine Kombination von natürlichen und menschlichen Einflüssen sein, wie z.B. Überschwemmungen, oder anhaltende Trockenheit als Folge von Klimaveränderungen.

 


Zwischen den stühlen

Bei einigen Katastrophen, wie z.B. Überschwemmungen, können die Menschen nach einiger Zeit wieder in ihr Wohngebiet zurückkehren und kann mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Aber leider ist es oft so, dass dann die nächste Überschwemmung schon vorausgesehen werden kann.

Es gibt auch Katastrophen, die es den Menschen nicht erlauben, überhaupt wieder zurückzukehren, wie z.B. der Bau von Staudämmen. Oder aber die Menschen können zwar zurückkehren, haben dort aber, z.B. bei anhaltender Dürre, keine Zukunft mehr. Die Umweltflüchtlinge leiden aber nicht nur an der Perspektivlosigkeit ihrer Lage, sondern auch an einem Mangel an rechtlicher Anerkennung.

 

Internationale Gesetzgebung

Die internationale Gesetzgebung, die sich mit Flüchtlingen befasst, ist fünfzig Jahre alt und wurde seinerzeit hauptsächlich für die große Anzahl Vertriebener aus dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen.

So wird in der Genfer Flüchtlingskonvention eine Definition des Begriffs ‘Flüchtling’ gegeben. Nur Menschen, die wegen einer begründeten Furcht vor Verfolgung auf Grund von Rasse, Religion, politischer Überzeugung, oder der Zugehörigkeit zu einem bestimmten sozialen Gruppe flüchten, kommen für den Flüchtlingsstatus in Betracht und damit für die Rechte, die dieser Status beinhaltet. Wichtige Vorbedingungen dafür sind, dass sich die Menschen außerhalb ihres eigenen Landes befinden und dass sie in ihrem Land nicht geschützt werden.

Im Jahr 2002 flüchten Menschen auch aus anderen Gründen, nicht nur vor Krieg und Gewalt. Die internationale Gesetzgebung erkennt diese anderen Gründe (noch) nicht an. Dies hat zur Folge, dass Umweltflüchtlinge oft nicht mit materieller oder rechtlicher Hilfe rechnen können.

 

LiSER

Die Stiftung Liser wurde 2002 gegründet, weil es – trotz der großen Anzahl Umweltflüchtlinge – keine Instanz gibt, die sich ausdrücklich mit dieser Gruppe Flüchtlinge befasst. Umweltflüchtlinge sind nicht als solche anerkannt und in der breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt. Die Gründe dafür sind - unter anderen - dass die Ursachen für eine Beeinträchtigung der Lebensqualität sehr verschieden sind, wie auch die Dauer der Flucht und die Nöte, denen die Flüchtlinge ausgesetzt sind, verschieden sein können. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass die Ursacheneinwirkung und die Folgen einer Umweltkatastrophe zeitlich und auch räumlich weit auseinander liegen können. In vielen Fällen ist eine deutliche Ursache oder ein Verursacher nicht festzustellen.

 

Liser wurde von Menschen gegründet, die in Flüchtlings-, Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen aktiv sind. Sie würden sich wünschen, dass all diese Organisationen sich auch für die Umweltflüchtlinge einsetzen und sich nicht nur auf ihr ursprüngliches Arbeitsgebiet beschränken.

 

LiSER möchte die Position der Umweltflüchtlinge verstärken, sowohl auf rechtlichem Gebiet, als auch in Bezug auf ihre materielle Situation. LiSER richtet sich an erster Stelle an die Umweltflüchtlinge, die selbst keine Mittel oder Möglichkeiten haben, sich eine neue Existenz aufzubauen.

 

Kurzfristig haben wir uns die folgenden Ziele gesetzt:

 

·       Die Problematik der Umweltflüchtlinge analysieren: wer sind sie, um wie viel Menschen geht es, was sind ihre Bedürfnisse, usw.

·       Die Verstärkung der rechtlichen Lage der Umweltflüchtlinge weltweit.

·       Das Thema Umweltflüchtlinge bei humanitären, Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen bewusst machen.

 

 

WüNSCHEN SIE MEHR INFORMATIONEN?

Haben Sie Interesse und wollen Sie mehr über Umweltflüchtlinge und über LiSER wissen?

Bitte, setzen Sie sich in Verbindung mit:

 

Stichting LiSER,

Antoniestraat 19

2011 CN  Haarlem

Niederlände

 

T/F. +31 (0)23-5332892.

E-Mail: info@liser.org

www.liser.org

 

Konto Postbank (Niederlande): 9321158  (Stichting Living Space)

Industrie- und Handelskammer Eintragung Nr. 34174170

 

Last updated: 3 Aril 2007

 

 

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